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Stadt Historie

Stadt Historie (Schloß Holte, Stukenbrock, Liemke, Sende)



Die Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock wurde 1970 aus den Gemeinden Schloß Holte, Sende (beide Amt Verl, Kreis Wiedenbrück) und Stukenbrock (Amt Schloß Neuhaus, Kreis Paderborn) neu gebildet. Sie liegt am Südwesthang des Teutoburger Waldes in Nord-Süd-Richtung zwischen den Oberzentren Bielefeld und Paderborn und in West-Ost-Richtung zwischen den Städten Gütersloh und Detmold. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1153 (Brechtme); ab 1531 als Stuykenbroike. Im 14. Jahrhundert entstand das Haus "Holte", eine Wehrburg, die 1556 zerstört wurde. An gleicher Stelle errichtete der Rietberger Graf Johann III von 1608 - 1616 das JagdschloßBahnhof1 Holte. Die Bewohner lebten ursprünglich von der Landwirtschaft, in der kargen Senne kein leichtes Leben. Die industrielle Entwicklung begann Ende des 19. Jahrhunderts mit der Tengeschen "Holter Hütte". Hier wurde das ursprünglich vorkommende Raseneisenerz verarbeitet.
Bahnhof1Lebensader aus Eisen pulsiert seit 1901
Am 2 Dezember 1901 wurde zunächst die Strecke von Schloß-Holte nach Bielefeld in Bahnhof2Betrieb genommen. Wilhelm König von Preußen, hatte es 1896 zur Chefsache gemacht, das Netz der Staatseisenbahn, Privat- und Kleineisenbahnen zu erweitern. Per Gesetz ermächtigte der Monarch die Staatsregierung, mit rund 63 Millionen Mark für den Bau von Eisenbahnlinien zu sorgen. Unter anderem sorgte Bahnhof2er damit dafür, dass auch durch die Sennelandschaft ein Schienenband gezogen wurde- die Bahnlinien von Paderborn nach Bielefeld. 2 840 000 Mark sollten dafür zur Verfügung stehen. Wilhelm II übertrug den Ausbau und den späteren Betrieb der Königlichen Eisenbahndirektion zu Hannover. Damit wurde auch eine Idee greifbar, für die sich 50 Jahre zuvor bereits Friedrich Ludwig Tenge , Besitzer der > Holter Hütte < , mit seinem >Comite < eingesetzt hatte . Bis die Züge auch in beide Richtungen durch Schloß Holte, damals zur Gemeinde Liemke gehörend, rollten, sollte jedoch auch 1896 noch einige Zeit .Denn am 2 Dezember 1901 wurde zunächst die Strecke von Schloß Holte nach Bielefeld in Betrieb genommen . Ein großes Ereignis für die Gemeinde: 17,6 Kilometer bis nach Bielefeld konnten die Reisenden nun per Zug , nicht mehr zu Fuß oder mit dem Pferdefuhrwerk zurücklegen . Zahlreiche Schaulustige erwarteten am frühen Morgen – trotz stürmischen und regnerischen Wetters – die Ankunft der ersten, mit Blumen geschmückten Dampflok am 1901 errichteten Bahnhofsgebäude und dem Güterschuppen mit großer Verladerampe. > Um 5.38 Uhr fuhr der erste planmäßige Zug ab Hauptbahnhof Bielefeld ab und kam um 6.22 Uhr in Schloß – Holte an < schrieb Heimatforscher Fritz Schwirblies ,Ehrenvorsitzender des Heimat und Verkehrsvereins, in seinen detallierten Aufzeichnungen über die Geschichte der für den Ort so wichtigen Bahnlinie .> Am 1 Juli 1902 ging der zweite Bauabschnitt Paderborn- Sennelager, am 1 Oktober 1902 der dritte. Und letzte Bauabschnitt Sennelager- Schloß – Holte in Betrieb< Der Fahrpreis für die 45 – minütige Fahrt nach Bielefeld in der 4 Klasse : 40 Pfennig. Heute kostet die einfache Fahrt, die 24 Minuten dauert , 5,60 Mark. Vor der Eröffnung des Durchgangsverkehrs auf der neuen Linie fand am 16 September 1902 eine Abnahme- und Probefahrt, an der zahlreiche geladene Gäste teilnahmen, statt. Der von der Eisebbahndirektion Hannover zur Verfügung gestellte Sonderzug fuhr um 8 Uhr vormittags ab Hauptbahnhof Paderborn. Von der neuen Bahnlinie profitierten schließlich auch die Pollhansbesucher. Am Ursulatag am 21 Oktober 1902, reisten erstmals viele Besucher mit der Bahn zum Polle. Die Bahnlinie war eine Lebensader für Schloß Holte ,Liemke ,Sende und Stukenbrock.
Eisenbahnbericht Quelle Westfalenblatt Schloß Holte

Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage setzte seit den 50-er Jahren die Ansiedlung namhafter Gewerbe- und Industrieunternehmen der Branchen Metall, Maschinenbau, Kunststoff, Chemie, Holz, Glas, Textil und Bekleidung ein. Heute gehen vielfältige Industrieerzeugnisse aus Schloß Holte-Stukenbrock in alle Welt. Durch den Direktanschluß an die Bundesautobahn A 33 (Kassel-Bielefeld) und die nur wenige Kilometer entfernt liegende Anbindung der A 33 an die A 2 (Köln-Hannover-Berlin) hat die Gemeinde schnelle Verbindung mit dem gesamten Autobahnnetz. Die Ansiedlung von Industrie und die so geschaffenen Arbeitsplätze zog einen Einwohnerzuwachs nach sich, dem die Gemeinde durch Schaffung der notwendigen öffentlichen Einrichtungen und durch Ausweisung von preisgünstigem Bauland gerecht geworden ist. Seit der Neugründung von Schloß Holte-Stukenbrock im Jahre 1970 wurden zwei Hauptschulen, drei Sporthallen, das Hallenbad, die Realschule sowie ein Sportstadion errichtet, Kindergärten, Spielplätze und Altenheime entstanden und die Vereins- und Jugendarbeit sowie die kinderreichen Familien wurden großzügig gefördert. Im November 1985 konnte das neue Rathaus seiner Bestimmung übergeben werden. Diese Entwicklung hat aber die Bedeutung der Gemeinde als bevorzugtes Naherholungsgebiet für die umgebenden Ballungsräume dank der reizvollen landschaftlichen Lage am Teutoburger Wald nicht beeinträchtigen können. Ein ausgedehntes Netz von gut ausgeschilderten Rundwanderwegen lädt dazu ein, die Natur "laufend" zu erkunden. Vielleicht machen Sie einen Ausflug zur Emsquelle, die im Ortsteil Stukenbrock-Senne entspringt. Viele Wege sind zum Radfahren geeignet, so daß auch passionierte Radler auf ihre Kosten kommen. Wer gerne schwimmt, wird sich sicher in unserem Gartenhallenbad mit Sauna wohlfühlen. Das Hallenbad ist Bestandteil einer großen Freizeitsportfläche für jedermann in der Nähe des Rathauses mit großer Bolzwiese, Kinderspielplatz und mit einer beleuchteten Finnenbahn (1 km), wo Hobby- und Vereinssportler auch in den Abendstunden noch ihre Runden laufen können. Mitglieder anerkannter Golfclubs können im Senne-Golf-Club mit seiner 18-LochAnlage ihren Sport ausüben. Im Ortsteil Stukenbrock-Senne steht die Mahn- und Gedenkstätte für sowjetische Kriegstote seit Jahren im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Hier wurden während des zweiten Weltkrieges tausende von verstorbenen Internierten des in der Nähe gelegenen Kriegsgefangenenlagers STALAG 326 zum großen Teil in Sammelgräbern bestattet. Der nach der Befreiung des Lagers von den ehemaligen Gefangenen errichtete Obelisk mahnt zum Frieden zwischen den Menschen und Völkern. Heute befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Lagers die Landespolizeischule "Erich Klausener". Dort zeigt eine neu entstandene Dokumentationsstätte eindrucksvoll Gegenstände und Informationen über die Geschehnisse jener Zeit. Ein Ausflugsziel besonderer Art ist der Hollywood-Safari-Park. Viele Besucher aus dem In- und Ausland kommen alljährlich hierher, um sich von den zahlreichen Attraktionen begeistern zu lassen und staunend festzustellen, daß sich sogar tropische Großwildtiere in der Sennelandschaft wohlfühlen. Zahlreiche Feste im Laufe des Jahres bieten Spaß und Unterhaltung. Besondere Höhepunkte sind die traditionelle "Altweiberfastnacht" im Ortsteil Stukenbrock (Donnerstag vor Rosenmontag), die Stukenbrocker Kirmes (letztes September- Wochenende) und der Pollhansmarkt im Ortsteil Schloß Holte (3. Oktoberwochenende). Unsere Hotels bieten auch größeren Gesellschaften Unterhaltung und Spezialitäten der Küche. Behagliche Pensionen und gepflegte Campingplätze laden zum Aufenthalt ein. Partnerstadt von Schloß Holte-Stukenbrock ist seit dem 3.10.1990 die Stadt Ostritz an der Neiße.

Ab dem 01.01.2003 übernimmt die Gemeide Schloß Holte Stukenbrock die Aufgaben einer Mittleren Kreisangehörigen Stadt und führt damit die Bezeichnung
" Stadt Schloß Holte - Stukenbrock "
Das Jahr 2003 hat für Schloß Holte Stukenbrock eine ganz besondere Bedeutung. Zwei außergewöhnliche Ergeignisse stehen im Mittelpunkt dieses neuen Jahres.
Unsere Stadtteile Liemke, Sende und Stukenbrock blicken in Jahr 2003 auf eine 850-jährige Geschichte zurück. In der oft zitierten Urkunde des Bischofs Bernhard zu Oesede, Bischof von Paderborn, werden die Urhöfe dieser Stadtteile erstmals urkundlich genannt.
Und Schloß Holte Stukenbrock wird Stadt Schloß Holte Stukenbrock.
August 2003
850 Jahre Liemke-Stukenbrock-Sende (Festwoche vom 15. bis 24.08.2003)
 Juni 2004
Bürger Proteste gegen den Verschwenk in Stukenbrock und in Schloß Holte am Landerdamm gegen die geplanten 70 km/h Januar 2005
Am 15.01.2005 und 16.01.2005
Große Spendengala in Schloß Holte Stukenbrock mit Tanz im Festzelt mit Live-Band und DJ Moderation: Frank Möller (Radio Gütersloh), sowie Frühschoppen - Kaffe und Kuchen - mit musikalischer Unterhaltung - Kinderbelustigung /Hüpfburg im Zelt - große Tombula Januar 2006
Schützenfest 2006 nur im privaten Kreis
Der Vereinsvorstand hatte den Antrag gestellt, das geplante Schützenfest 2006 komplett ausfallen zu lassen, da es am 8. und 9. Juli stattfinden würde, am Tag des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft.
02.03.2007
Demografie-Projekt in Versmold und Schloß Holte-Stukenbrock

Zwei Kommunen im Kreis rüsten sich für den Demografischen Wandel. Die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh hat Schloß Holte-Stukenbrock und Versmold für ein Pilotprojekt ausgewählt. Bis zu 25 Personen aus Rat und Verwaltung nehmen an Trainings teil, die die Stiftung sponsert. Versmold und Schloß Holte Stukenbrock haben das Ziel, besonders familienfreundlich zu werden. Kommunen können sich unter www.demographietraining.de über die Trainings der Bertelsmann-Stiftung informieren.
27.06.2008
Partnerschaft mit Ostritz wird beendet
Beschluss des Stadtrats
Schloß Holte-Stukenbrock (kl). Die Städtepartnerschaft mit Ostritz endet am 31. Dezember dieses Jahres. Dafür hat jetzt auch der Rat der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock in seiner Sitzung am Dienstag gestimmt. Zuvor hat bereits der Stadtrat von Ostritz einen gleichlautenden Beschluss gefasst
»Die Städte haben sich in verschiedene Richtungen entwickelt. Es war zuletzt keine lebendige Partnerschaft mehr«, sage Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. Private Freundschaften und Kontakte müssten deswegen nicht in die Brüche gehen, meinte er weiter.
Diese Einschätzung wurde von den Vertretern aller Fraktionen geteilt. »Es war uns von Anfang an bewusst, dass diese Partnerschaft ein inneres Verfallsdatum haben wird«, sagte Friedrich Dransfeld (SPD). Wichtig sei es jedoch, die Partnerschaft würdig zu beenden. Dransfeld fragte an, ob eine Dokumentation, die seinerzeit über die Anfänge der Partnerschaft geschrieben worden sei, fertig geschrieben werden könne. Auch sollte die Partnerschaft in die Stadtgeschichte geschrieben werden.
»Keine schlechte Idee«, meinte der Bürgermeister. Dann habe man auch etwas Anständiges zum Mitbringen. Es wird nämlich am 22. November in Ostritz einen Festakt zur Beendigung der Partnerschaft geben. Vielleicht könne man die Leute der ersten Stunde dazu einladen. »Die 15 Jahre haben sich gelohnt«, resümierte Erichlandwehr abschließend.
Info: Westfallen-Blatt

Gerade erst ist die Wache an der Dechant-Brill-Straße mit einem neuen Rettungswagen ausgestattet worden. So ein Fahrzeug kostet rund 140000 Euro, der Kreis least die Fahrzeuge aber seit einigen Jahren. Breiter und länger ist der neue Wagen und natürlich mit der aktuellsten Technik ausgestattet. Seit Anfang November hat er schon mehr als 7000 Kilometer zurückgelegt, jährlich bringt es der Rettungswagen in Schloß Holte-Stukenbrock auf 40000 bis 50000 Kilometer. Der alte Rettungswagen steht noch als Reserve in der Fahrzeughalle. Neun Mitarbeiter hat die Rettungswache.
Schwentker kündigte an, dass die Rettungsfahrzeuge im Kreis schrittweise mit neuen Defibrillatoren ausgestattet werden. CO-Messgeräte sind schon überall an Bord, sie ermöglichen schon im Rettungswagen eine Untersuchung bei Verdacht auf Rauchgasvergiftung, die bislang nur im Krankenhaus möglich war.

01.09.2009
DSL in Stukenbrock-Senne seit September verfügbar!
Die Deutsche Telekom hat den Stadtteil Stukenbrock-Senne durch eine neu verlegte Glasfaserstrecke von 1,8 km Länge mit breitbandigen Internetzugängen versorgt.

Info: Westfallen-Blatt

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